Adelheid Christ
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Zweibrücker Str. 34
76829 Landau/Pfalz
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Winter-Depression

Wenn das Leben in der Natur sich zurückzieht, macht sich bei vielen Menschen Melancholie breit. Das kennt vermutlich jeder und geht vorüber. Aber mache Menschen leiden regelrecht unter einer Jahreszeit bedingten Depression, die sie sehr beeinträchtigt und lähmt. Wie unterscheidet sich diese von einer von der Jahreszeit unabhängigen Depression?

Bei der Winter-Depression leiden Betroffene nicht unter Schlafstörungen (was ein Merkmal der Depression ist). Hier zeigt sich ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Ebenso betrifft es den Appetit. Depressive Menschen leiden meist unter Appetitmangel und nehmen oft ab. Ist die Depression saisonal bedingt, haben Betroffene mehr Hunger auf Süßes.

Ursache der Winter-Depression ist höchstwahrscheinlich das fehlende Sonnenlicht. Dadurch wird weniger Serotonin, das sogenannte Glückshormon, ausgeschüttet. Außerdem wird in der dunklen Jahreszeit mehr vom körpereigenen Hormon Melatonin produziert, was zu Müdigkeit führt.

Was ist zu tun?

  • Zuerst einmal: Akzeptieren Sie Ihre Befindlichkeit! Es geht vielen Menschen ähnlich, und Sie sind nicht selbst Schuld daran. Das Leben ist ein Auf und Ab – das ist auch normal. Und Sie wissen, dass der Zustand vorbei geht.
  • Sorgen Sie für Licht! Es gibt spezielle  Lichttherapielampen, die jedoch nicht unbedingt nötig sind. Es reicht ein längerer Spaziergang jeden Tag. Selbst an trüben Tagen entspricht der Lichteinfall dem einer Therapielampe. Außerdem ist Bewegung an der frischen Luft für den gesamten Organismus von Vorteil.
  • Pflegen Sie soziale Kontakte und sorgen Sie gut für sich.
  • Wenn dadurch keine Besserung eintritt, reichen Licht und Bewegung allein nicht aus. Zusätzlich gibt es Medikamente, die helfen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Es gibt gute Mittel auf pflanzlicher Basis sowie verschreibungspflichtige Antidepressiva, die übrigens nicht abhängig machen!
  • Ebenso hilfreich sind psychotherapeutische Sitzungen. Sie können über die Veränderung von Denkmustern und mit Verhaltensänderungen  erreichen, dass Sie nicht mehr so tief abrutschen.

Wie kann ich eine behandlungsbedürftige Depression erkennen (ob saisonal bedingt oder nicht)?

  1. Psychische Symptome wie  Antriebslosigkeit, Freud- und Interesselosigkeit, gedrückte Stimmung, Grübeln, sozialer Rückzug.
  2. Körperliche Symptome wie Schlaflosigkeit, Gewichtsabnahme, Rücken- oder Magenschmerzen, Kopfschmerzen oder andere psychosomatische Beschwerden.
  3. Diese Symptome dauern mindestens schon zwei Wochen an.