Adelheid Christ
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Zweibrücker Str. 34
76829 Landau/Pfalz
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Stimmungs-schwankungen in den Wechseljahren

Wie Studien gezeigt haben, sind Stimmungsschwankungen in den Wechseljahren am stärksten, kurz bevor die Eierstöcke endgültig ihre Östrogenproduktion einstellen. Dieses Hormon sorgt nicht nur für Fruchtbarkeit, sondern steuert auch die Ausschüttung von Serotonin, dem Glückshormon. Deshalb ist auch das seelische Gleichgewicht  betroffen, was sich in Stimmungstiefs und Reizbarkeit zeigen kann.

Da sich die weiblichen Hormone in den Wechseljahren in einer Umbauphase  befinden, wird diese Zeit auch zuweilen mit der Pubertät verglichen. Auch wenn Frauen viel reifer und lebenserfahrener sind als Jugendliche, sind sie emotional und körperlich manchmal genau so gebeutelt: Sie leiden unter Schlafstörungen, Hitzewallungen, Stimmungstiefs, Müdigkeit oder Nervosität. Manche Frauen haben Schwindelgefühle oder Schmerzen in Gelenken und Muskeln. Dies alles ist individuell verschieden, tritt gar nicht auf, ist für mache tolerierbar und für andere wiederum sehr unangenehm.

In früheren Jahren wurde zu Hormonersatztherapien geraten, inzwischen wird wegen der erheblichen Risiken wie Brustkrebs, Embolien oder Schlaganfall damit sehr vorsichtig umgegangen. Die Naturheilkunde hingegen bietet vielfältige Alternativen und können die Beschwerden abmildern. Erhebliche Probleme müssen jedoch immer mit dem Gynäkologen abgeklärt werden.

In jeder Phase des Lebens können seelische Krisen auftreten, auch in den Wechseljahren. Wenn sich eine Frau über Monate antriebslos und niedergeschlagen fühlt,  ist die Ursache in verdrängten Konflikten zu suchen. Die Haut wird auch in seelischer Hinsicht dünnhäutiger, d.h. es können unverarbeitete Dinge aus der Vergangenheit (auch Kindheit) hochschießen, Probleme in der Partnerschaft treten zutage, es gibt unbewusste Probleme mit dem Älterwerden. Dann können psychotherapeutische Gespräche hilfreich sein oder sind sogar notwendig.

Die höhere Lebenserwartung schenkt uns einen zusätzlichen Lebensabschnitt. Dies bedeutet nicht nur mehr Lebenszeit, sondern diese Zeit möchte sinnvoll genutzt werden. Wir Frauen haben in der heutigen Zeit auch noch eine andere Aufgabe  als die der Fortpflanzung und Kindererziehung: “Werde, die Du bist!”. Wir können und sollen die Gesellschaft mitgestalten.  In der zweiten Lebenshälfte haben wir Lebenserfahrung, vertrauen unserem Urteil, wissen um unsere Stärken. Manche beginnen hier noch einmal etwas ganz Neues, lernen einen neuen Beruf oder suchen sich neue Aufgaben, werden kreativ, machen sich selbständig, entwickeln ihre Persönlichkeit, gehen in die Politik. Viele Frauen vertreten im reifen Alter ihre Meinung mit mehr Nachdruck, können sich besser durchsetzen und übernehmen mehr Verantwortung. Sie stehen mehr über den Dingen und haben oft auch ihre Selbstzweifel überwunden.

All dies ist jedoch ein jahrelanger Prozess und bringt eine Reihe Veränderungen mit sich, die bewältigt und gestaltet werden wollen. Eine “Wegbegleiterin” (Freundin, Seelsorgerin, Therapeutin) kann hier eine wertvolle Unterstützung sein.