Adelheid Christ
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Zweibrücker Str. 34
76829 Landau/Pfalz
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Panikattacken

Was ist eine Panikattacke?

Es ist eine mögliche Art, auf Belastung zu reagieren.

Die Attacke tritt meist plötzlich auf und kann Minuten, aber auch Stunden dauern. Man befindet sich in einem Zustand heftiger Angst mit starken körperlichen Symptomen: Herzrasen, Druck in der Brust, Würgegefühl im Hals, Schwächegefühl, Angst in Ohnmacht zu fallen, Zittern, Übelkeit, Schwitzen, Durchfall, Schwindel, Unfähigkeit sich zu bewegen, und im Extremfall das Gefühl, sich in Lebensgefahr zu befinden.

Der Zustand tritt entweder nur an einem bestimmten Ort (Lift, Restaurant, Kaufhaus, Autobahn, Tunnel) oder in bestimmten Situationen (Alleinsein, Konflikte, Stresssituation) auf. Oder aber, was als besonders bedrohlich empfunden wird, an jedem Ort und zu jeder Zeit. Denn dann können die bestimmten Orte und Situationen nicht mehr gemieden oder kontrolliert werden. Die meisten Menschen versuchen, sich ein Sicherheitsnetz zu schaffen, um überhaupt noch existieren zu können. Sie sorgen für sich, indem sie z.B. bestimmte Orte nicht mehr aufsuchen, dass immer ein bestimmter Mensch erreichbar sein muss, außerhäusliche Tätigkeiten nur noch in Begleitung machen. Andere bekämpfen die extremen Angstgefühle mit Alkohol oder Medikamenten. Manchmal geht gar nichts mehr. Es gibt Menschen, die ihre Wohnung überhaupt nicht mehr verlassen, weder einkaufen noch arbeiten gehen können.

Dazu kommt noch die Sorge und der Druck, diesen Zustand verbergen zu müssen, um sich nicht unangenehmen Fragen auszusetzen. Wegen der starken inneren Anspannung leiden viele an Muskelverspannungen, Schlafstörungen, Verdauungsproblemen, häufigen Infekten oder Kopfschmerzen.

Ein Angstanfall ist, medizinisch gesehen, ein erhöhter Ausstoß von Adrenalin. Dieser bewirkt die zahlreichen körperlichen Symptome. Die Ursachen sind vielfältig. Meist konnte in der Kindheit kein Urvertrauen gebildet werden und/oder es passierten traumatische Ereignisse in der Vergangenheit, die nicht verarbeitet werden konnten. Dies können auch Überforderungssituationen nach Trennungen, Unfällen, Operationen oder Schwangerschaft/Geburt sein.

Wie können Panikattacken behandelt werden?

Sinnvoll ist eine Psychotherapie in Verbindung mit körperlichen Anwendungen, um wieder in das vegetative Gleichgewicht zu kommen. Am wichtigsten ist, dass der  Therapeut nicht nur Kompetenz, sondern auch Wärme, Verständnis und Zuverlässigkeit vermittelt.

Und: Heilung führt immer über Veränderung! Dies kann ein längerer Weg sein. Seien Sie geduldig und liebevoll mit sich selbst. Es gibt kein Zaubermittel. Wer die Angst besiegen will, muss ihr in die Augen sehen. Dabei kann ein Therapeut helfen. Auch wenn Sie sich dies im Moment nicht vorstellen können: Irgendwann haben Sie die Kraft, die Sicherheit in sich selbst zu finden. Angststörungen sind heilbar.

Tipps für den Akutfall:

  • Trinken Sie einen Tee.
  • Halten Sie die Hände unter kaltes Wasser.
  • Halten Sie eine Weile die Luft an.
  • Sagen Sie einem vertrauten Menschen, dass Sie gerade eine Attacke haben.
  • Bitten Sie jemanden, Ihre Hand zu halten oder lassen Sie sich umarmen.
  • Weinen Sie.
  • Gehen Sie an einen Ort, an dem Sie sich sicher fühlen (Auto, Wohnung, Kirche, Garten… )
  • Lassen Sie die Angst kommen und denken Sie: “Jetzt bist du wieder da, aber du gehst auch wieder.”
  • Lenken Sie sich ab durch eine Tätigkeit, durch ein Gespräch.
  • Riechen Sie an einem guten Duft, z.B. einer Blume, einem Duftöl, einer Seife.
  • Machen Sie etwas mit den Händen, am besten abwechselnd (klopfen, trommeln, Arme schwingen)
  • Streicheln Sie ein Tier.
  • Versuchen Sie, sich einen schönen Ort vorzustellen, an dem Sie schon einmal waren.

Tragen Sie diese Liste immer bei sich, weil Sie im Akutfall nicht mehr gut denken können.