Adelheid Christ
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Zweibrücker Str. 34
76829 Landau/Pfalz
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Negative Selbstgespräche umwandeln

Jeder von uns kennt es: innere Stimmen und Gedanken, die sich oft gegen uns selbst richten. Im inneren Dialog verurteilen wir uns, beschimpfen uns, zweifeln an uns, geben uns selbst die Schuld, treiben uns an: “Wie blöd bist du eigentlich.” “Das wird bestimmt wieder ein Reinfall.” “Das kann ich nicht.” “Du bist selbst schuld. Hättest du besser aufgepasst.” “Du hast dich nicht genug angestrengt.”

Es ist ja so: Gedanken bestimmen meist, ob wir uns gut oder schlecht fühlen. Deshalb können wir selbst viel für unser Wohlbefinden tun!

Dazu müssen wir diese inneren Zwiegespräche erst einmal bewusst wahrnehmen. Diese Gedanken sind ja meist die Sätze, die wir als Kind oft gehört haben. Und Gedanken kommen und gehen. Wir können sie verändern. Wir können den inneren Treiber, den inneren Kritiker oder den inneren Zweifler erkennen. Dann ist es möglich, ihm zu widersprechen. Denn wir müssen ja die strengen, unerbittlichen und abwertenden Sätze nicht glauben. Sie schwächen uns und machen mutlos.

Wie macht man das am besten? Sie können sich z.B. jeden Tag fünf Minuten Zeit nehmen, still werden und warten, bis die Gedanken losgehen. Beobachten Sie diese. Schreiben Sie alles auf, was kommt. 

Es ist am Anfang nicht einfach, die Stille und dann diese strenge Stimme auszuhalten. Und Sie merken von Tag zu Tag mehr, sie oft sich diese meldet. Doch machen Sie weiter. Als nächstes stellen Sie sich vor, was Sie einem geliebten Menschen sagen, dem es nicht gut geht. Und dieses Mitgefühl lenken Sie dann auf sich selbst. Nehmen Sie sich vor diesem Kritiker in Schutz. Verteidigen Sie sich. Reden Sie mit der strengen Stimme.

Aber auch der Kritiker meint es gut. Er möchte mich ja vor Gefahren schützen, er meint es eigentlich gut. Deshalb darf er da sein. Ich kann ihn nicht wegzaubern. Wichtig ist aber, dass ich mich nicht mehr mit ihm identifiziere. Er ist ein Teil von mir, der auch angenommen werden möchte. Und dies ist der Schlüssel zur Veränderung!

Indem Sie anfangen, mit dem inneren Kritiker zu reden, durchbrechen Sie einen Automatismus. Sie nehmen ihm die Macht. Sie können ihm eine liebevolle, ermutigende Stimme entgegensetzen: “Probier es doch einfach.” “Es ist nicht schlimm. Jeder darf Fehler machen.” “Das hast du gut gemacht.” Sie könnten jedem negativen Satz, den Sie sich aufgeschrieben haben, einen positiven Satz entgegensetzen, am besten auch schriftlich.

Jeder hat in sich so einen Kritiker. Setzen wir uns mit ihm auseinander, können wir wachsen. Dazu braucht es Mut. Es lohnt sich. Der innere Kritiker verstummt nicht ganz, aber er wird leiser. Bleiben Sie am Ball! Und mit der Zeit wächst unser Selbstwertgefühl und das Mitgefühl für uns selbst: die Selbstliebe. Und damit werden wir stark, selbstbestimmt und glücklich.