Adelheid Christ
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Zweibrücker Str. 34
76829 Landau/Pfalz
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kollektive Krise – was tun?

An der Coronakrise gibt es nichts Gutes – es ist eine ernste Situation. Man kann sogar von einer kollektiven Traumatisierung sprechen. Die Merkmale eines Traumas sind erfüllt: ein überwältigendes Ereignis, in dem man sich ausgeliefert und in großer Gefahr fühlt, und das plötzlich oder über lange Zeit… Zuerst war die Gefahr abstrakt, weil das Virus zuerst in anderen Ländern aufgetreten ist. Jetzt ist es bei uns. Wir können es nicht sehen. Aber es ist da. Und täglich kann sich die Situation ändern, für uns und für die Öffentlichkeit. Das erzeugt Stress. Wir fühlen uns nicht mehr sicher. Hinzu kommt für viele eine finanzielle Notlage.

Reaktionen sind Angst, Panik und Traurigkeit. Das ist menschlich. Doch auf Dauer sind dies keine angemessenen und hilfreichen Ratgeber. Die Hamsterkäufe zeigen das. Ja, und auch mit Schönreden kann man sich schützen. Ein Selbstschutz kann auch in Ignoranz oder Verleugnung der Gefahr bestehen. Es gibt genügend Fake News und Verschwörungstheorien.

Doch wie sieht nun ein angemessener Umgang mit der Situation aus? Sich gut informieren. Die Vorsichtsmaßnahmen einhalten. Und weitermachen. Das Leben geht weiter. Eine innere Haltung der Gelassenheit lernen. Wie sagte Dalai Lama einmal? „Nichts ist entspannender als das anzunehmen, was kommt.“

Diese Krise haben wir uns nicht ausgesucht. Zur Bewältigung kann die Frage beitragen: Was können wir aus dieser Situation lernen? Diese Frage können wir übrigens auch in jeder anderen Krise anwenden. Keine Krise ist schön. Weder eine schlimme Krankheitsdiagnose, noch der Tod eines Angehörigen, noch eine Trennung, der Verlust des Arbeitsplatzes… Die Antwort ist: Wir können an einer Krise wachsen.

Das schaffen wir, wenn wir folgende Punkte trainieren:

  • Hoffnung: es wird irgendwann wieder alles normal
  • Dankbarkeit: für alles Gute jeden Tag danken
  • Kreativität: Gefühle ausdrücken können, etwas selbst machen
  • Verbindung zu anderen Menschen pflegen!
  • Rituale; den Alltag leben
  • sich etwas Gutes gönnen: schöne Filme, etwas Gutes kochen, ein Vollbad nehmen
  • in die Natur gehen! Die Natur entspannt. In den Jahreszeiten, die immer gleich ablaufen, finden wir Kontinuität, was uns Halt gibt in dieser unberechenbaren Zeit.

Manchmal sind wir aber mit einer Krisensituation überfordert und darin gefangen. Vor allem dann, wenn mehrere Schicksalsschläge und Probleme zusammenkommen. Man kann verbittern, in eine Angstspirale geraten, in eine Depression fallen und daran zerbrechen.

Damit dies nicht geschieht, gibt es die Möglichkeit, sich Hilfe zu holen. Eine Unterstützung, eine Begleitung, einen Therapeuten – jemanden, der sich mit Krisenbewältigung und passenden Strategien auskennt. Haben Sie den Mut, sich so einen Menschen zu suchen!

Dies ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke. Weil Sie sich der Situation stellen. Und dann können Sie irgendwann aus der Krise gestärkt hervorgehen.