Adelheid Christ
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Zweibrücker Str. 34
76829 Landau/Pfalz
Tel: 06341-968 44 99

Mitglied bei:

VFP Logo Adelheid Christ

Ich werde immer schlecht behandelt

Manche Menschen strahlen etwas Bestimmtes aus, so dass sie respektvoll behandelt und erst genommen werden. Andere wiederum machen die Erfahrung, dass man alles mit ihnen machen kann: sie werden oft unfair und unfreundlich behandelt, werden ausgenutzt, werden übergangen oder sogar gemobbt.

Ja, es gibt unverschämte Menschen. Und diese suchen sich sehr oft die Schwächeren als Opfer. Sie nehmen sich Dinge heraus, die sie sich bei Stärkeren nicht erlauben würden. 

Gehöre ich öfters zu den Menschen, die unter dem respektlosen Verhalten von anderen leiden? Doch wenn sich da etwas ändern soll, kann nur ich selbst etwas ändern. Wie geht das?

  • Sich selbst wichtig und ernst nehmen. Ich habe Respekt verdient! Jeder hat das. Das steht sogar im Grundgesetz: “Die Würde des Menschen ist unantastbar.” Es ist nicht okay, wenn man mich anmault, lächerlich macht, anlügt, ausnutzt oder übergeht.
  • Nächster Schritt: Ich trainiere meine neue Einstellung mir gegenüber. Zunächst in Gedanken: Ich bin genau so wichtig wie jeder andere auch. Ich erwarte von anderen, dass sie mich freundlich behandeln. Auch meine Wünsche sind wichtig. Und ich darf sagen, was ich will und was ich nicht will.
  • Dann geht es in die Praxis. Es ist nicht leicht, gewohnte Verhaltensweisen zu ändern und es braucht Zeit. Ich beobachte mich quasi selbst in Situationen, wie ich mich fühle und verhalte. In kleinen Schritten übe ich dann mein neues Verhalten. 
  • Ich lerne, auf eine angemessene Art Respekt einzufordern. Wenn mich jemand nicht ernst nimmt, sein Verhalten ansprechen: “Sie haben gerade über mich gelacht. Das ist verletzend und respektlos.” Oder: “Sie haben sich nicht an Ihr Versprechen gehalten.” Oder: “Du hast mir gerade nicht zugehört.” Oder: “Sie haben mich übergangen, das geht so nicht.” Oder: “Nein, das werde ich nicht tun.”
  • Wenn ich beim Üben erst mal zittere oder Angst habe, ist das okay. Es gehört Mut dazu, für sich selbst einzustehen! Es ist ein Weg der kleinen, beharrlichen Schritte. Mit der Zeit geht es immer leichter.
  • Wenn sich die Dinge wiederholen und der andere sein Verhalten nicht ändert, kann ich Konsequenzen ankündigen. Achtung: Nur Dinge androhen, die im Ernstfall durchgezogen werden können! Sonst werde ich erst recht nicht ernst genommen.
  • Ich selbst muss natürlich ebenso verlässlich sein, mich an Versprechen halten und andere ernst und wichtig nehmen.