Adelheid Christ
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Zweibrücker Str. 34
76829 Landau/Pfalz
Tel: 06341-968 44 99

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Angst vor Kontrollverlust

Viele Dinge im Leben habe ich nicht unter Kontrolle. Die Corona-Situation gehört dazu.

Wenn ich mich um Dinge sorge, die ich nicht beeinflussen kann, dreht sich das Sorgenkarussell im Kreis. Das Gefühl der Hilflosigkeit wächst. Daraus kann Wut entstehen. Aber auch Resignation. Doch es ändert nichts – außer, dass mein Stresspegel hoch bleibt und die Angst wächst. Wenn ich dazu noch die Dinge aus dem Blick verliere, die ich jeden Tag kontrollieren kann, ist die nächste Panikattacke, Wutattacke oder das Depressionsloch sicher.

Deshalb: Unterscheiden, was im Leben nicht meiner Kontrolle unterliegt von dem, was ich kontrollieren kann! Nicht kontrollieren kann ich, was andere denken und tun oder was sie fühlen. Auch was ich fühle, kann ich oft nicht kontrollieren. Was ich denke, verselbständigt sich oft. Aber ich kann meine Gedanken und Gefühle wahrnehmen, dafür die Verantwortung übernehmen und überlegen, wie ich damit umgehe. Rege ich mich darüber auf, mache ich mich selbst dafür fertig?

Wir sind nicht allem ohnmächtig ausgeliefert! Wir haben einiges in der Hand. Zum Beispiel:

1. Sich fragen, was ich jetzt in dem Moment brauche, was mir gut tun würde.

2. Dinge tun, die mir wichtig sind und mir Freude machen.

3. Dinge bewusst auswählen, mit denen ich mich beschäftige, lese oder anschaue.

4. Den Fokus bewusst und gezielt auf mutmachende Gedanken, Beispiele und Geschichten lenken.

5. Bewusst auf andere Menschen reagieren, nicht reflexartig. Andere so behandeln, wie ich selbst behandelt werden möchte!

6. Wofür kann ich jeden Abend danken? Was habe ich Positives, Unterstützendes erlebt?

Diese Bereiche kann ich selbst steuern. Hier kann ich die Welt in kleinen Schritten jeden Tag ein wenig besser machen. Dies gibt tiefe Zufriedenheit! Und es macht mich stärker.