Adelheid Christ
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Zweibrücker Str. 34
76829 Landau/Pfalz
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Angst- und Panikattacken

Angst gehört zum Leben. Angst kennt nicht nur der Mensch. Auch Tiere haben Angst: Wenn das Leben in Gefahr ist. Mit dem Gefühl der Bedrohung wird Adrenalin ausgeschüttet, was sofort körperlich spürbar ist: Der Blutdruck steigt, die Beine werden unruhig (der Drang wegzurennen), das Herz schlägt schneller. Der gesamte Organismus ist auf Flucht oder Angriff eingestellt. Deshalb ist die Angst ein Mechanismus, der Mensch und Tier hilft zu überleben. Er ist nicht dem Willen unterworfen.

Heute ist unser Leben meist nicht mehr unmittelbar bedroht. Und doch setzt sich bei Angstgefühlen dieser Mechanismus in Gang. Schon das Wissen um diese Zusammenhänge kann helfen, damit sich die Angst nicht ins Uferlose steigert. Ein gewisses Mass an Angst ist hilfreich, denn sie lässt uns zum Beispiel vorsichtig sein im Straßenverkehr oder beim Umgang mit Feuer. Die Angst vor einer Prüfung drängt uns, rechtzeitig mit den Vorbereitungen zu beginnen.

Doch es gibt auch eine überwältigende und uferlose Angst. Sie kann bei einem Schock auftreten, wo im Extremfall Atmung und Herzschlag stocken und ein Lähmungsgefühl vorherrscht, bis hin zu einer Ohnmacht. Dies kann zum Beispiel bei einem Unfall, einer Todesnachricht oder einer schlimmen Diagnose passieren.

Panikattacken hingegen treten meist plötzlich und oft ohne ersichtlichen Grund auf. Auch diese sind eine mögliche Art, auf Bedrohung zu reagieren. Es ist ein Zustand heftiger Angst, verbunden mit Herzrasen, Druck in der Brust, Würgegefühl, Schwächegefühl, Zittern, Übelkeit, Schwitzen, Durchfall, Schwindel, Unfähigkeit sich zu bewegen, im Extremfall Todesangst.

Solche Attacken können an bestimmte Orte und Situationen gekoppelt sein. Hier werden diese gemieden, damit es einem besser geht. Die Ursache ist damit jedoch nicht behoben. Panikattacken können aber bei manchen Menschen auch jederzeit auftreten, was als sehr bedrohlich erlebt wird. Man fühlt sich hilflos ausgeliefert. Manche versuchen dann, diese Zustände mit Alkohol oder Medikamenten zu behandeln und ziehen sich immer mehr vor anderen Menschen zurück.

Ein Angstanfall ist medizinisch gesehen ein erhöhter Ausstoß von Adrenalin. Das ganze Nervensystem befindet sich immer auf einem gewissen Stresslevel und ist chronisch überlastet. Dies ist nicht dem Willen unterworfen.

Die Ursachen sind vielfältig. Meist konnte in der Kindheit kein Urvertrauen gebildet werden. Oder es passierten in der Vergangenheit extreme, traumatische Ereignisse, die nicht verarbeitet werden konnten. Dies können auch Überforderungssituationen nach Trennungen, durch Unfälle, Arbeitsplatzverlust, Schicksalsschläge, Operationen, eine Krankheit oder eine Geburt sein.

Angst und Panik zu haben ist keine Schande. Diese überschießenden Reaktionen haben immer einen Grund. Sie können gut behandelt werden. Sinnvoll ist eine Psychotherapie in Verbindung mit körperlichen Übungen, damit das vegetative Nervensystem wieder langsam ins Gleichgewicht findet.